Dienstag, 1. Februar 2011

Kerstin Gier : Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün. Liebe geht durch alle Zeiten

Wie angekündigt, hier meine erste Buchpräsentation!

Kerstin Gier -Liebe Geht durch alle Zeiten

Ich bin selbst kein Freund von Klappentexten und möchte nicht zu viel verraten, deshalb nur kurz - worum geht’s? Um Zeitreisen, eine Geheimgesellschaft, Verschwörungen, einen wunderhübsch perfekten Dreamboy  (haha), schöne Kleider und Gwendolyn mittendrin. 

Die Bücher sind einfach und flüssig geschrieben, es gibt keine Passagen, die sich ewig ziehen, dauernd passiert was so wird’s nicht langweilig, dadurch kann man sie recht schnell weglesen. Die Geschichte in sich ist schlüssig, was ich wichtig finde. Gerade bei einem komplizierten Thema wie Zeitreisen kann da einiges schiefgehen und wenn man ständig auf Ungereimtheiten stößt, nervt das massiv. Ist hier aber nicht der Fall, für meinen Geschmack hätten nur ein paar Kleinigkeiten noch genauer aufgelöst werden können. Die Protagonisten sind auch gut gestrickt, man hat das Gefühl sie kennenzulernen, vor allem Gwendolyn die autodiegetische Ich-Erzählerin. Mir war sie recht sympathisch, hat mich allerdings an Twilight´s Bella Swan erinnert: Hübsch, tollpatschig, vermeintlich unperfekt und beim Untertitel der Bücher („Liebe geht durch alle Zeiten“) verrate ich wohl nicht zu viel wenn ich sag, dass es auch einen potentiellen Edward gibt. Naja kennt man, ist aber trotzdem ganz gelungen. Im Gegensatz zu Bella ist Gwendolyn zumindest lustig, wie ich finde. 

„ ‚Lass uns Freunde bleiben‘ (…) ‚Bestimmt stirbt jedes Mal eine Fee, wenn irgendwo auf der Welt jemand diesen Satz ausspricht‘“ (Bd. 3, S.73)

Was mir immer wichtig ist, ist eine Erzählwelt in der man sich zurechtfindet und wohl fühlt. Auch das bekommt Frau Gier ganz gut hin, Gwenny wohnt mit ihrer Familie in einem altehrwürdigen englischen Stadthaus, das einem direkt heimelig vorkommt und auch das Hauptquartier der geheimen Geheimgesellschaft hat Atmosphäre. Da es sich ja um ein Jugendbuch handelt, hat man nie Probleme der Story zu folgen oder kommt mit den vielen Protagonisten durcheinander, alles recht übersichtlich. Eine weitere Parallele zu Twilight ist übrigens das Fantasy-Thema eingebettet in die ganz normale Welt. Man selbst betreibt zwar für gewöhnlich keine Zeitreisen, allzu abgefahren kommt einem das komischerweise aber trotzdem nicht vor - also keine totale Phantasiereizüberflutung.  Besonders schön (und für mich Kaufanreiz) ist die Gestaltung der Cover, sind die nicht hübsch? Ich war direkt verliebt. Die Bücher hängen übrigens direkt zusammen, falls das nicht klar war, man kann sie nicht einzeln lesen (naja kann schon aber Spaß wird man dabei keinen haben ;)) 


So ich könnte ewig weiterlabern aber das will ja niemand lesen…
Von mir also eine Leseempfehlung für alles Marzipanherzenmädchen und Freunde von Lovestorys mit Phantasieeinlage, die es aushalten können, wenn die eigentlich nette Protagonistin recht viel heult. Dass das ganze kein Anwärter auf den Literaturnobelpreis ist, muss ich wohl nicht extra sagen aber wirklich nette, leichte Unterhaltung, die nicht zuu flach  ist sondern durchaus ihre intelligenten und vor allem lustigen Momente hat.


1 Kommentar:

  1. Ich hab die Bücher auch gelesen. Vielleicht liegt es daran das ich den dritten Band lange nach den anderen gelesen habe, aber teilweise fand ich es doch etwas unschlüssig, und das Ende etwas schnell. Aber zum runterlesen ohne sich viel Gedanken machen zu müssen fand ich es unterhaltsam. :)

    AntwortenLöschen