Samstag, 19. November 2011

Hausfrauenaction, die Zweite

Hallo Mädelz,

wie ich euch vor einer Weile berichtete, hab ich mir in diesem Jahr besonder viel Mühe gegeben, meinen Balkon winterfein zu machen und für den Frühling vorzusorgen, indem ich schonmal ein paar Zwiebeln einpflanzte. Plan Nr. 2 hat sich bisher als ziemlicher Fail entpuppt, die Frühjahrsblütenpracht beginnt nun nämlich im November zu wachsen -.- was mach ich nur falsch?
Hallo Tulpen!
Positiv zu berichten ist, dass es mir genau wie meinen 75 jährigen Großeltern endlich gelungen ist kleine Vögelchen anzulocken, Meiseknödel sei dank. Die sind so niedlich, ich kann kaum an mich halten und gehe sämtlichen Besuchern genau wie meine Großeltern gehörig auf den Sack, indem ich ständig nach draußen deute und ganz verklärt anfange ausführlich von den Gewohnheiten der Blaumeisen und Rotkehlchen zu erzählen.

Es hat ein Stöckchen gefunden
Ich hoffe inständig, dass weiterhin nur die niedlichen kleinen Piepmatzen hier rumhüpfen und keine Tauben - meine Mitbewohnerin hat nämlich eine Taubenphobie, seit ebenjene den Balkon ihrer alten Wohnung komplett in Beschlag genommen, ihn zugekackt, und sie mit lautstarkem Geflatter und Gegurre jeden morgen zu nachtschlafender Zeit wachgemacht haben. Wenn die sich hier während ihrer Abweisenheit ansiedeln, wird sie mir das nie verzeihen. 

HopsHops
Hausfrauenprojekt 2: Ausmisten, läuft zu meinem Unmut eher schleppend. Das Bedürfnis, mich von all diesen schrecklichen Müllansammlungen in der Wohnung zu befreien ist noch nicht dringend genug, um mich tatsächlich an das Krisenzentrum Kleiderschrank zu wagen, dabei wäre das bitter, bitter nötig, wenn ich in nächster Zeit auch nur ein einziges neues Kleidungsstück unterbringen möchte. Zumindest hab ich schonmal mit den Küchenschränken angefangen. Unfassbar was sich in den hinteren Ecken so alles ansammelt.


Neben einer Kollektion an abgelaufenem Festivalessen (man würde meinen, das Zeug müsste bis ans Ende aller Tage überleben, dass es tatsächlich abgelaufen ist, spricht für eine jahrelange Lagerungsdauer), Resten gescheiterter Diätversuche, fettverklebten Strohhalmen (die nicht im sondern auf dem Schrank standen -warum auch immer), mysteriösen leeren Schachteln und sage und schreibe 4 geöffneten Packungen Lasagneplatten fand sich sogar einiges was noch essbar ist und das werde ich jetzt mal aufbrauchen.So!

Überkommt euch ab und zu auch die Panik, dass ihr euch zumüllt bis ihr von einem RTL Team freigeschaufelt werden müsst? Ich denke dann immer an meinen Exfreund, der seineszeichens all seine Besitztümer in einem großen Reiserucksack und einer Aldi Tüte unterbringen konnte und mich beim gemeinsamen Umzug vor Neid damit erblassen ließ (wo für mein Zeug ein normalgroßer Sprinter nicht ausreichen wollte). Wenn ich den Plastiktütenberg unter der Spüle beseitigt hab, werd ich mich ans *Trommelwirbel*  Badezimmer tasten und es dann hoffentlich irgendwann schaffen mit dem Kleiderschrank weiterzumachen. Ausmisten ist so befreiend. Was macht ihr mit euren alten Klamotten? Einfach wegschmeißen? Spenden? Verkaufen? Wenn ja, wo? Und schafft ihr es euch von Sachen zu trennen, die eventuell nach der Well-Mix Shake Diät (siehe oben) nochmal passen könnten?

Kommentare:

  1. HERRLICH! :) Bin gerade in gleicher Mission unterwegs. Ich brauche Befreiung, fühle mich erschlagen. In Sachen Klamotten wird aber vieles zu ebay wandern und ja, die Arbeit mache ich mir, denn von dem was ich in den letzten Jahren in Kleider, Schuhe und Handtaschen investiert habe, haben sich viele meiner Freunde die Anzahlung für ne Eigentumswohnung geleistet -.- Weiterhin viel Erfolg, wir lesen uns später!

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  2. Ich hatte das Glück, dass ich in den letzten 2 Jahren gleich dreimal umgezogen bin. Da mistet man quasi ja auch ein wenig aus, um sich nicht dumm und dämlich zu schleppen.
    Alles, was ich nicht mehr haben wollte, habe ich entweder meiner Mitbewohnerin angedreht oder ist im Müll gelandet.
    Ich weiß nur noch nicht, wie ich das nächstes Jahr mache, denn ich möchte nicht schon wieder umziehen :D

    Liebe Grüße
    Saphira

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  3. Ui, neues Blogoutfit. Gefällt mir. :D

    LG

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  4. @Saphirna: Ja da hast du Recht, Umzug minimiert auf jeden Fall das Messietum, schon allein weil man nicht schleppen will! Meine Mitbewohnerin würde auch jeden Mist nehmen (nur bin ich ihn dann ja nicht los ohne Umzug :/)

    @Manu: Danke, das ist schonmal die langsame Gewöhnung ans Weihnachtsdesign ;)

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  5. Nein, von geschafft kann keine Rede sein :D Stelle gerade mal die ersten Pakete online (hab alles in Pakete zusammengefasst, denn es sind über 150 Einzelteile) und mir ist alles einzeln zu viel Firlefanz, zumal ich hoffe, dass einer die Pakete zum Sofort-Kaufen-Preis für seinen Flohmarkt kauft. Aber ich sag dir, hier sieht es jetzt aus!!!!! Unbeschreiblich!

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  6. Die Meisenknödel gehören zur Winterausstattung.
    Ich liiiebe es, wenn ich auf der Couch sitze und die Kleinen beobachten kann.



    http://chikadeesonthetree.blogspot.com/

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  7. Juhu, ein anderer total niedlichkeitsanfälliger Mensch! Ich wäre ganz.genau.so. Ich nerv' ja schon mein Umfeld mit tausend Anekdoten über meinen Wuff. Ich fürchte, so Meisenknödel würden dann demnächst mal zu sozialer Isolation führen, darum lass' ich das lieber.

    Oja, der Wohnungsmüll... Ich ziehe zwar so alle zwei Jahre um, das hindert mich aber nicht daran, Zeug anzusammeln. Besonders vor dem nächsten Umzug (der zum Glück noch nicht wirklich ansteht) graust es mir, denn hier habe ich zwei Kellerräume zur Verfügung (voll der Luxus ey), und irgendwie sind die jetzt... voll. Mist.

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