Freitag, 31. August 2012

Drückeberger

Bis zur Abgabe meiner Masterarbeit sind es zwar noch gute 2 Wochen ABER euch mag aufgefallen sein, dass ich Interpunktionslegasthenikerin wie aus dem Bilderbuche bin. Meine Arbeit kann ich also keinesfalls abgeben ohne sie vorher durch  fachkundige Freundinnen Korrektur lesen zu lassen. Nun kann man leider von niemandem verlangen 80+ Seiten innerhalb von ein paar Stunden gründlich zu überarbeiten (nicht, dass ichs nicht versucht hätte aber die sind ja angeblich alle sehr beschäftigt mit ihren Jobs und Babys und Hauskäufen pff ... warum können die arbeitslosen/Studenten Freunde eigentlich keine Zeichensetzung? Besteht da gar ein Zusammenhang?) und deswegen muss bis Montag eine Rohfassung stehen, die man anderen Menschen zumuten kann. Nunja, der Großteil ist tatsächlich fertig aber Einleitung und Fazit hab ich mir fürs Ende aufgehoben und "schreibe" nun seit einer geschlagenen Woche ohne nennenswerte Fortschritte daran. Man hat aber auch so viel zu tun, heute zum Beispiel...

Da steh ich extra früh auf, um viel zu schaffen als mir urplötzlich auffällt wie staubig die Zimmerpflanzen neuerdings aussehen. Klar, dass ich mich so bestimmt nicht konzentrieren kann und die erstmal geduscht gehören. 

  
Als ich die Pflanzen vom Fensterbrett nehme, kontaminiere ich ein Kissen mit Erde - ich schwöre, da hätte ich heute Nacht nicht drin schlafen können... eine gute Gelegenheit also die Betten zu lüften und auch gleich Wäsche zu waschen (war ohnehin fällig, die Handtücher meiner Mitbewohnerin sahen schon so gräulich aus und sie hat doch keine Zeit....)

Wo ich schon dabei bin, denk ich mir, es wäre ja fast schon Zeit meine Fußdecke für den Winter aus dem Keller zu holen und was seh ich da? Ein Regal, das ich schon längst mal überlackieren wollte, um es in die Küche zu hängen. Gut, dass der Baumarkt nicht weit ist...


Nach all der Arbeit ist es dann endlich Zeit mal was zu essen aber Obacht! Der Quark, der würde doch sicher bald ablaufen, besser ich verarbeite ihn direkt und an sich hätte ich auch Lust auf Käsekuchen. Zack innerhalb von 45 Minuten auf Chefkoch ein Rezept rausgesucht und Himbeer-Käsekuchen Muffins gebacken. Nicht formschön aber gutschmeckend.


Oha! Nun ist es doch tatsächlich schon 15 Uhr, da ist der Tag ja quasi gelaufen, lohnt sich kaum noch anzufangen, wo doch schließlich fast Wochenende ist . . . außerdem sind die Fenster so schmutzig und der Kühlschrank könnte auch mal wieder ausgewischt werden, ich sehs genau! Und ihr so?

Kommentare:

  1. Haha, habe mich beim Lesen köstlich amüsiert! Und wiedererkannt ;-) Das kommt mir alles doch sehr bekannt vor. Da bin ich manchmal doch ganz froh, dass ich das Studium schon hinter mir habe :D

    Liebe Grüße & trotzdem noch viel Erfolg und Motivation für die Endphase!

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  2. Ha, danke! Die Krankheit scheint wohl verbreitet zu sein. Habe mittlerweile übrigens noch das Balkonfenster geputzt und das Bad (klar, die Dusche war ja dreckig, wegen der Pflanzen!) Freue mich auch schon drauf, das hinter mir zu haben -endlich kein permanent schlechtes Gewissen mehr :)

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  3. Oh ja, dass kenn ich! Nie ist die Wohnung so sauber wie zu Klausur- und Prüfungszeiten. :D

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    1. Aber echt! Meine Mitbewohnerin ist schon ganz glücklich :)

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  4. Hehe! Ich hab mich direkt wieder erkannt. :D
    Den Kommentar von Madlenchen kann ich mich nur anschließen! Einfach unglaublich, was einem alles einfällt. Zur Zeit lenke ich mich damit ab, alle Harry Potter Bände noch einmal lesen zu müssen. :D

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    1. Haha, während meiner Bachelor Arbeit hab ich tatsächlich auch alle Harry Bände auf CD durchgehört, das hat Wochen gedauert :D

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  5. Es gibt eigentlich nur sieben Regeln zur Kommasetzung, und daß war bereits vor Einführung der Rechtschreibreform so:
    http://blog.kommasetzer.de/2008/10/top-7-die-wichtigsten-regeln-der.html
    Auch wenn es pingelig erscheinen mag, aber bei Akademikern -bin selbst einer- setze ich das Beherrschen der deutschen Rechtschreibung voraus.
    Für mich gibt es auf der Arbeit nichts schlimmeres als Vorgesetzte, die in ihren Emails Dinge schreiben wie: "Das währe nicht so schlimm,...".
    Hallo ????? WäHre ??? Und solche Leute werden zu Vorgesetzten ernannt....

    Viel Erfolg mit der Masterarbeit!

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    1. Naja, man schreibt aber "daß" auch seit Jahren nicht mehr mit ß ;)

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    2. ...womit ich eigentlich nur sagen will, dass niemand perfekt ist.

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    3. Also ich persönlich finde Satzzeicheninflation auch ziemlich schlimm. Und beim Plenken (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk) rollen sich mir sowieso sämtliche Fußnägel hoch. Insofern - ruhig Blut, jeder macht irgendwas falsch.

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    4. Plenken? Das hab ich ja noch nie gehört, machen Leute das mit Absicht?

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    5. Ich glaub eher aus Doofheit, pardon Unwissenheit. Wie die meisten Fehler, die halt so entstehen.

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    6. Achso, na dann bin ich beruhigt, dachte das wäre irgendein cooles Internetphänomen, das mal wieder an mir vorbeigegangen ist ;)

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  6. Hahaha, herrrrlich! Was nicht plötzlich alles dringend wird, wenn man etwas wirklich Dringendes zu tun hat... Ich bin da nicht ganz so kreativ, weil ich mich in der Regel vor genau den Sachen zu drücken versuche, die du jetzt so fleißig tust, nämlich Haushaltskram. Da bleibt ja fast nur der PC - bis die Tastatur anfängt zu schimmeln...
    Wie läuft das dann eigentlich mit der Korrektur? Übernimmst du dann die Zeichensetzungen, die am häufigsten vorkommen? Interpunktion als demokratischer Prozess, DAS wär doch ein Thema für die Doktorarbeit. ;) (Aber dann darfst du wahrscheinlich niemanden mehr in die Wohnung lassen, weil alle glauben, du hättest einen Sauberkeitswahn.)

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    1. Vor dem Haushaltskram drück ich mich im Normalfall auch so lange es geht aber wenn was anderes wichtiger wäre, dann erscheint mir plötzlich Fensterputzen wie der Himmel auf Erden. Und am PC sitzen ist schlecht, dort hat man ja immer das bösi word Dokument im Augenwinkel und kriegt ein schlechtes Gewissen, wohingegen Putzen natürlich sehr wichtig und nützlich ist "muss ja sowieso gemacht werden" denk ich mir dann. Nunja..
      Bei den Korrekturen habe ich mich auf eine Freundin verlassen, die Interpunktion beherrscht. Jeder hat so seinen Kompetenzbereich zugeteilt bekommen, die anderen haben dann auf Formulierungen oder Struktur und so geachtet, jeder was er am besten kann. Ich bau dann alles so ein, wies mir gefällt. Vieles ist ja auch Geschmackssache aber schonmal gut zu wissen, worüber andere beim Lesen so stolpern.

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