Montag, 20. August 2012

Wochenbericht #8 Die Grusel- , Ausflug-, Hitzedition

Hallo Mädelz,
harte Zeiten für Gesichtsschwitzerinnen und Menschen mit baldigen Master-Abgabeterminen. Wie haltet ihr euch kühl? Da ich nicht auf meinen Kaffee verzichten kann, habe ich auf die kalte Milch und Eiswürfelvariante umgestellt. Lecker und kalorientechnisch nicht so schlimm, wie echtes Eis

Mit dem warmen Wetter einher, gehen ungeliebte Hausgenossen. Dieses grüne Exemplar hat mich sicherlich ein paar Jahre meines Lebens gekostet, so sehr hab ich mich erschrocken, als es des Nachts aus dem Nichts, laut scheppernd, genau vor meiner Nase auf dem Lappi landete *grusel*


Weiteres Unbehagen bereitete ein Fahrstuhl in der Uni. Da sieht man mal wie unsere Studiengebühren sinnvoll zur Verschönerung der Gebäude eingesetzt werden.... nicht!


Sehr vertrauenserweckend was? Wo ich gerade beim Thema bin, gegruselt habe ich mich auch wegen eines Buches. Gekauft wegen ansprechendem Cover und weil ich mich ohnehin gerade mastertechnisch mit Popliteraten im weiteren Sinne beschäftige: Bret Easton Ellis - Imperial Bedrooms


Imperial Bedrooms ist die Fortsetzung von Easton Ellis` Erstling Unter Null und wie American Psycho nichts für schwache Nerven. Im groben geht es um Clay, von Haus aus reicher, verkorkster Drehbuchautor, der nach 25 Jahren in seine Heimat Los Angeles zurückkehrt. Dort angekommen trifft er auf alte Freunde, die nicht wirklich Freunde sind und lässt sich trotz aller Warnungen mit der jungen Schauspielerin Rain ein, die hofft durch ihn an eine Rolle zu kommen. Während er mit Rain zusammen ist, fühlt Clay sich plötzlich verfolgt und beobachtet aber erst als in seinem Umfeld grausame Morde geschehen, merkt er, dass er in etwas verwickelt ist, was über die Affäre mit Rain hinausgeht.

Ich wusste vorher nicht genau worum es geht, sonst hätte ich das Buch nicht gelesen. Neben den ekelhaft explizit geschilderten Foltermorden, ist besonders Hauptfigur Clay kaum zu ertragen, dass er Patrick Bateman in nichts nachsteht ahnt man schon in seinem Umgang mit den jugnen Schauspielerinnen, gegen Ende wird das Ganze aber nochmal auf die Spitze getrieben und hat mir wahrlich schlaflose Nächte bereitet. Die ganze Geschichte ist so wirr und von Clays Paranoia überschattet, dass ich bis jetzt noch nicht genau verstanden habe, was eigentlich abgeht - will ich aber auch gar nicht.

 Besonders unangenehm finde ich das eigens dazu eingerichtete Werbespiel The Devil in you (so auch der Originaltitel), bei dem man selbst die Rolle des Castingchefs einnimt und eine Schauspielerin durch gezielte Aufforderungen schlimmstmöglich demütigen muss. Das Beunruhigende daran ist, dass man sich dabei erwischt tatsächlich auszutesten, was sie alles zu tun bereit ist - und ob sie wohl eher einen Strip hinlegt, wenn man ihr vorher Wodka verabreicht - ich hatte schon fast ein schlechtes Gewissen... 

Zu empfehlen für nervenstarke Fans von American Psycho, Weicheier, die nur das Cover hübsch finden, sollten lieber Abstand nehmen *grusel*

Zu etwas erfreulicherem:
Letztes Wochenende, als die Temperaturen noch menschlich waren, habe ich mit dem Freund einen Ausflug nach Köln unternommen. Grund war der Geburtstag einer Freundin, die in Wuppertal wohnt. Da Wuppertal jedoch wenig sehenswert ist, haben wir uns in Köln niedergelassen, wo wir ein paar schöne Tage mit Dombesichtigung und Kölsch am Rheinufer verbracht haben. Der Geburtstag wurde natürlich auch gebührend gefeiert, alles in allem ein schönes Wochenende - wenn nur die Heimfahrt keine gefühlten 8 Stunden gedauert hätte, könnte man das glatt öfter machen. Nächstes mal dann aber mit Basislager in Düsseldorf.




 Auch wenn Köln hübsche Ecken hat, kann ich nur immer wieder feststellen, dass ich in der schönsten Stadt des Landes lebe *duck*.

 Wie schlagt ihr die Zeit bei dieser unchristlichen Hitze tot? Ich war gestern richtig glücklich über meine Schicht im klimatisierten Museum, in der Bibliothek ist ans Arbeiten gar nicht zu denken - Ich plädiere für Hitzefrei! Seid ihr auch so Weicheier wenns um Filme oder Bücher geht? und welches ist eure Lieblingsstadt?

Kommentare:

  1. Meine Lieblingsstadt ist München. Ich mag Bayern halt und dort finde ich das Flair sehr schön und es ist halt auch eine Weltstadt. ;)

    Filme bei denen es richtig übel abgeht kann ich gar nicht sehen. Die Bilder brennen sich in mein Hirn. Beim lesen ist es da anders. Das kann ich ganz gut verkraften.

    Tja, was tun bei der Hitze. Heute habe ich frei und habe schon befürchtet, dass der Junior ins Freibad will. Aber dafür ist es ihm zu heiß ... Glück gehabt. ;)

    Morgen muss ich arbeiten, aber Gott sei Dank habe ich eine frühe Schicht. Ich mache mir echt Gedanken, wie ich mich schminken soll, weil Gesichtsschwitzer ;) Am liebsten gar nicht, aber das sieht ja auch scheiße aus.

    LG

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    1. Hüstel... im ersten Absatz einmal "halt" bitte streichen.

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    2. München find ich auch schön, Berge sind toll!
      Die Gesichtsschwitzerei ist wirklich ein hartes Los, dieses Schminkdilemma ist kaum auszuhalten, ständig wischt man an sich rum und macht alles noch schlimmer. Vielleicht schreib ich dazu noch einen Post :D

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  2. Ich kann's mir zwar jetzt grad gar nicht mehr so richtig vorstellen, aber ja, die Hitze hat mir auch wirklich zu schaffen gemacht. Nicht zuletzt, weil ich auch Gesichtsschwitzerin bin, was ja nun wirklich wenig Spaß macht. (Wobei ich dazu sagen muss, dass ich da eh Überallschwitzerin bin - aber im Gesicht ist es einfach am nervigsten, zumal's da auch sofort jeder mitkriegt.)

    Also ein Weichei bin ich definitiv auch! Allerdings mehr bei Filmen als bei Büchern. Nicht, dass mich Bücher nicht schocken könnten, insbesondere, wenn sexuelle Gewalt oder Gewalt gegen Kinder im Spiel ist, komm ich kaum klar. Aber während ich endlich eingesehen habe, dass Horrorfilme & Psychothriller mir dauerhafte Schäden verpassen (hatte in der Puhbärtät da 'ne ziemlich ausgeprägte Horrorkonsumphase), lese ich Thriller immer noch gern. Die Faszination des Bösen lässt mich dann doch nicht so ganz los. ;)

    Meine Lieblingsstadt ist Mannheim. Jaja, ich weiß, hässliche Stadt, hässlicher Dialekt, viele Nazis, wie kann man die Stadt nur mögen!?, bla bla bla. Aber ich mag sie, weil's meine Heimatstadt ist, aus der ich leider früh verschleppt wurde. Hat also rein sentimentale Gründe. Und mag auch daran liegen, dass ich einige wichtige Metropolen wie Berlin, Hamburg, München noch nie besucht habe. Wobei, die vielgelobten wuuuunderschönen Städte Freiburg und insbesondere Münster kenne ich ziemlich gut und bleibe trotzdem bei "meinem" Monnem. Aber ich weiß, dass das nicht vernünftig und schon gar nicht mehrheitsfähig ist. ;)

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    1. Das Schwitzen kann ich mir jetzt (zum Glück) auch nicht mehr vorstellen. Gesicht ist einfach besonders schlimm, weil man es wie du schon sagst sofort sieht. Die Schminke läuft runter, feuerrot mit Schweißperlen auf der Nase, da fühlt man sich gleich wie ein dicker Malle Touri. Ne danke, dann lieber Winter.
      Die Horrorfilmphase hatte ich auch mal, es gab Zeiten da habe ich mit meiner besten Freundin Splatterfilme zum Frühstück geguckt. Total dämlich und ich fühle mich auch nachhaltig geschädigt, obwohl man ja meinen sollte, man würde abstumpfen aber bei mir hat es sich ins Gegenteil verkehrt.
      Und in Mannheim war ich noch nie, sentimentale Gründe sind aber in jedem Fall gute Gründe. Ich finde mein Kindheitsdorf auch schön, obwohl es das mittlerweile gar nicht mehr ist. Sowas muss dann auch nicht mehrheitsfähig sein, find ich.

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