Dienstag, 4. September 2012

Buch der Woche - Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London

Hallo Mädelz,
ich habe mir vorgenommen die Bücher, die ich lese etwas regelmäßiger zu rezensieren, von daher wird nun die neue Kategorie Buch der Woche eingeführt.

Gerade beendet habe ich die Flüsse von London von Ben Aaronowitch, erschienen bei dtv. Erstmals davon gelesen habe ich bei Alice und als es mir kurz darauf von einer befreundeten Buchhändlerin noch einmal als "neuer Potter" ans Herz gelegt wurde, hab ich es direkt bestellt.


Worum geht´s?

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable. Als er im Einsatz einen Geist sieht, wird er vom geheimnisvollen Detective Nightingale überraschend als Zauberlehrling rekrutiert. Von Nightingale wird Peter fortan nicht nur in Zauberei und allerlei toten Sprachen unterrichtet, er macht auch Bekanntschaft mit Vampiren und soll einen Streit zwischen den Göttinnen und Göttern der Themse schlichten. Nebenbei gehen Peter und seine Kollegin Lesley einer mysteriösen Mordserie nach, in die sie immer mehr verwickelt werden.


Wie ist das umgesetzt?

Aaronowitch schreibt mit viel Wortwitz, ich hab ein paar mal gelacht und gehe davon aus, dass das Ganze auf englisch noch eine Ecke lustiger ist. Die Mischung aus Krimi und Fantasy ist phantasievoll und wirklich mal was Neues, die Story an sich braucht aber leider etwas bis sie in Fahrt kommt und wird erst gegen Ende spannender. Die beiden parallelen Handlungsstränge (Götterstreit und Mordserie) laufen bis zum Ende nebeneinander her, zusammen mit Zauberunterricht und Polizeieinsätze, wirken die einzelnen Teile auf mich wie Episoden und wollen nicht so richtig rund zusammenlaufen.

 Und wie finden wir das?

Unterhaltsam und mal was anderes, die Vergleiche mit anderen Zauberlehrlingen hinken aber meiner Meinung nach gewaltig. Was ich an den Harry Potter Büchern besonders mag, ist dass alles so schön rund und logisch ist, das bekommt Aaronowitch nicht so gut hin und die Rowling`sche Wärme fehlt - falls ihr wisst was ich damit meine... Peter Grant und Nightingale sind zwar irgendwie sympathisch, die Charaktere bleiben aber recht oberflächlich und auch mit London als Schauplatz wurde ich auch nicht so recht warm. Fazit: Unentschlossen - kann man lesen, muss man aber nicht.

Wem gefällt das?

Krimifreunden, die dem Phantastischen nicht abgeneigt sind, Potter und co. aber zu kitschig finden.

Habt ihr das Buch gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Wenn nein, spricht euch das an? Vielleicht könnt ihr mir sogar sagen, ob es mit dem zweiten Band besser wird, manchmal müssen sich solche Reihen ja erst warmlaufen...

Kommentare:

  1. Ich habe mittlerweile die ersten zwei Teile auf Englisch gelesen und fand beide gut. Jetzt lese ich grad den dritten :)

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  2. Ich hab mit Band 2 zwar direkt im Anschluss begonnen, aber der hat mich wegen der Jazz-Thematik so gar nicht gekriegt.... hab recht zu Beginn wieder aufgehört. Ich werde die erie auf jeden Fall weiterlesen, aber momentan gibt es zu viel neues, Tolles ;)

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