Freitag, 14. September 2012

Buch der Woche: Bookporn mit Alice

Hallo Mädelz,

ich habe es endlich geschafft mir die Alice im Wunderland der Künste Ausstellung hier in der Kunsthalle anzugucken. Die Ausstellung war zuerst in der Tate Liverpool zu sehen, wurde für die Hamburger Kunsthalle aber stark verändert und erweitert. Es geht um die sehr vielseitige, mal mehr mal weniger offensichtliche Verarbeitung des Stoffes in den Künsten - Fazit: Interesting...

Strange aber passend waren Adaptionen diverser Surrealisten, wie etwa dieser Film hier, der meiner armen Mama im Nachhinein Albträume bescherte ;) Angetan haben es mir vor allem eine Rauminstallation mit Riesen Sofas und eine anderere mit Mini Tür– da kann man sich ganz Alice-like entweder riesengroß oder winzig klein fühlen. Besonders toll fand ich auch verschiedenste Buchschätze, mitunter wunderschön illustriert, in ihren Vitrinen aber leider schwer zu fotografieren – Bookporn vom Feinsten! Alles in allem eine sehr sehenswerte Ausstellung. Einziges Manko: Die vielen Menschen… Gibt doch nichts schlimmeres als anzustehen, um ein Bild sehen zu können *gnaaa*


Die Freundin meiner Mutter, die mit uns war, kam dann auch auf den Geschmack und wollte die Geschichte endlich mal lesen. Sie ist sehr nett und als sie sah wie ich  mich im Buchshop wand und meine Spuckefäden auf die schönen Ausgaben tropften,  schlug sie vor eine zu kaufen, die sie mir im Tausch gegen mein heimisches, recht simples Exemplar überlassen würde. Deal!! Geworden ist es diese von Diogenes, die mit knapp 13Euro noch im Rahmen lag (es gab da noch ganz andere Kaliber….) aber trotzdem ein Augenschmaus ist, wie ich finde.
Bei der kleinen Alice handelt es sich um eine gekürzte Fassung, Caroll wollte die Geschichte damit auch kleineren Kindern (wie mir) zugänglicher machen. Die Story kennt ihr wohl alle, mir geht es diesmal auch eher um das Buch an sich. Das ist nämlich besonders schön gebunden und gedruckt auf hochwertigem Papier. Die Illustrationen von John Tanniel kennt man auch aus anderen Augaben, hier finde ich aber den Druck wirklich gelungen. Das gleiche gilt fürs Schriftbild: Wunderschön und perfekt lesefreundlich. Solche Details sollten unbedingt mehr Beachtung finden! 




Ich kaufe zwar Taschenbücher, weil sie einfach praktischer sind, den einen oder anderen Klassiker oder Liebling mag ich aber auch gebunden in einer schönen Ausgabe im Regal stehen haben - ganz egal, ob ichs je wieder lese oder nicht. So viel Liebe zum Detail freut mein Herz. Und wenn mans selber nicht braucht, finde ich so ein schönes Buch auch immer eine gute Geschenkidee, wenn einem sonst nichts einfällt.


Wie haltet ihr das? Seid ihr eher der praktisch veranlagte Taschenbuchtyp oder kauft ihr Bücher nach Optik? Und mögt ihr Alice oder ist euch die zu abgespaced? 

Kommentare:

  1. Ich mag Alice, merke aber, dass ich die Geschichte unbedingt mal _lesen_ sollte, denn eigentlich kenne ich sie nur aus 'nem (Disney?-)Film. Also kann ich eigentlich gar nicht so richtig mitreden.

    Mir geht's genau wie dir: Meistens kaufe ich Taschenbücher, weil die einfach praktischer sind und ich Bücher oft wie Gebrauchsgegenstände (soll heißen: nicht besonders vorsichtig, Asche auf mein Haupt) behandle. Und außerdem sind die natürlich in der Regel billiger zu erstehen, auch ein nicht unwichtiger Faktor. Ich weiß aber durchaus auch schöne, gebundene Bücher zu schätzen. (Und ja, das Schriftbild ist sehr wichtig!)
    Ich glaube, mit E-Books werde ich mich wohl nie anfreunden können, dazu mag ich "analoge" Bücher viiiiiel zu sehr.

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    1. Das mit dem Disney Film geht glaub ich vielen so, da besteht dann erstmal auch keine Notwendigkeit das Buch zu lesen. Lohnt sich aber irgendwie doch das nochmal als (halbwegs) Erwachsener anzugucken, als Kind versteht man viele Sachen gar nicht.
      Mit den Taschenbüchern gehts mir auch so, vor allem auf dem Flohmarkt kaufe ich gern welche, die dann sehr schändlich behandelt werden. An sich sind Bücher ja auch Gebrauchsgegenstände, das darf man ruhig sehen. Leute, die ein Regal voll Bücher ohne Lesespuren haben sind mir eher verdächtig ;) Gut behandelt werden wirklich nur die besonders hübschen Exemplare, da würde es mir zu sehr drum leidtun (satz?!).
      Bei den ebooks bin ich im Zwiespalt, ich mag auch "analoge" Bücher zu gern um darauf zu verzichten, andererseits beneide ich manchmal die Leute in der U-Bahn, die eben nicht ihren 600Seiten Wälzer in der Handtasche rumschleppen müssen. Und für Reisen wäre das auch toll. Aber nee, denke ich werde mich auch noch ne Weile widersetzen.

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