Mittwoch, 24. Oktober 2012

Schwänke aus dem M*seum #3

Hallo meine Lieblingsmädelz,

wenn ihr da slest, bin ich in Frankreich und lenke mich von meiner mündlichen Prüfung ab :) Für die Zwischenzeit habe ich einen weiteren Arbeitstag für euch aufbereitet. 


Heute: Der Klassiker

Eine Frau (warum sinds eigentlich immer die Frauen) kommt die Treppe heruntergestürmt, baut sich zwischen unseren Tresen auf und legt los:

 Was ihr in diesem Hause angetan wurde vom Personal, wir machten uns ja keine Vorstellung. Sie brauche die Nummer der Geschäftsführung, sofort! Umgehend! Nein, sie wolle sich nicht beruhigen. Wenn die Geschäftsführung heute nicht im Haus sei, nehme sie auch die Privatnummer! Ein Stift, sie brauche einen Stift! Was wir uns hier eigentlich einbilden würden...

Alle Angestellten sehen sich betreten an, wir vermuten schlimmste Beleidigungen. Hatte ein Kollege die Contenance verloren und die gute Frau angespuckt oder über den Fuchsschwanz an ihrer Louis Vuitton gelacht? Wie könne man das nur je wieder gut machen? Freikarten auf Lebenszeit… ?

Ein Kollege greift beherzt ein, versucht der Frau zu erklären, dass man die Direktion nun nicht am Sonntag auf dem Privathandy anrufen könne, wir aber alle gern versuchen würden ihr zu helfen. Fragt, was denn überhaupt geschehen sei. 

Die Frau sucht weiterhin hektisch nach einem Stift, fuchtelt wild mit den Armen und setzt an. Vor lauter Aufregung überschlägt sich die Stimme. Sie wäre ihrer Mündigkeit beraubt worden *Achtung*Achtung* : Eine Aufsicht im Obergeschoss habe sie aufgefordert ihre Jacke entweder anzuziehen oder an der Gaderobe abzugeben…..  Dieser Schuft!

....
Jacken und Taschen sind Streitthema Nummer eins bei den Besuchern. Es gilt die Vorschrift, dass nur kleine Taschen mit in die Ausstellungsräume genommen werden dürfen. Darauf werden sie an der Kasse schon hingewiesen. Jacken dürfen nicht über dem Arm getragen werden – anziehen oder abgeben eben. Das Raumklima, das hunderte herbstlich  nasser Jacken verursachen schadet der Kunst, ebenso wie Besucher die mit ihren Riesentaschen gegen Skulpturen stoßen – von Diebstahl mal  ganz zu schweigen (alles schon vorgekommen). Die Gaderobe ist kostenlos und gut bewacht, es gibt außerdem Schließfächer. Warum zur Hölle können die Menschen das nicht einsehen? Warum kommen sie nicht einfach mit kleineren Taschen? Und warum regen sie sich so auf? Ihr könnt euch nicht vorstellen, was man sich da manchmal anhören muss und wie cholerisch Leute wegen solcher Kleinigkeiten werden…

Montag, 22. Oktober 2012

Rival de Loop Lüppenstifte 18 und 57

Hallo Mädelz,
an sich soll das hier ja ein Schminkeblog sein... blöd nur, wenn man nie zu Zeiten (allein) Zuhause ist, zu denen man auch Fotos im Tageslicht machen kann. Am Wochenende ginge das, aber wenn die Mitbewohnerin, ihr Freund und mein Freund hier rumhüpfen ist mir eine 2stündige Lippenstiftfotosession dann doch eher unangenehm. Nunja, wenn ihr euch mehr Schminke wünscht, dürft ihr euch auf allermindestens zwei freie Wochen im November freuen, in denen ich viel Zeit hab mich anzumalen  und auf jetzt natürlich!

Letztens hab ich mal nen Rossmann Einkauf festgehalten, da waren zwei Rival de Loop Lippenstifte dabei und das kam so: Ich brauche morgens sehr lange, um wach zu werden und guck beim entsprechend langen Frühstück und Kaffeetrinken mindestens eine Folge einer Serie meiner Wahl. Mit Modern Family (love!) war ich gerade fertig, da fiel mir nix besseres ein und ich zog mir ein paar Folgen 2 Broke Girls rein. Fand ich dann im direkten Vergleich nur mittelmäßig lustig aaaber den sehr dunklen Lippenstift von Max Black fand ich gut und wollte auch so einen! (googelt bitte selbst, ich möchte nicht in der Copyright Abmahnungshölle landen)  Zufällig kam ich dann bei Rossmann vorbei und sah, dass es von RdL eben ein sehr dunkles rot gab. Das hab ich dann gekauft und noch eine andere Farbe, die ich nicht nur nicht beschreiben kann, ich weiß auch gar nicht warum ich sie mitgenommen habe. Vielleichtt könnt ihr mir bei der Einordnung helfen.


 
Wer sich jetzt nicht zu sehr von den Adern (Boah, was ist denn da los?) auf meinem Unterarm ablenken lässt, kann links die Nummer 57 und rechts die 18 sehen. Die Farbe auf dem Arm kommt der echten Farbe sehr nah. Auf den Lippen habe ich vor allem bei der 57 kein farbechtes Foto hinbekommen - mir fehlt eindeutig das Profi-Blogger Equipment (Spenden - anyone?). Zuerst die hellere, unbeschreibliche Farbe, Nummer 57:

Rosenholzig? Man weiß es nicht... Wie ihr seht: Verschiedenes Licht macht komplett verschiedene Farben - ich verweise nochmal auf den Armswutsch, der ist gut getroffen! Der Lüppie an sich ist unglänzig (auch matt genannt)  unkompliziert, kein Hautfaltenkriecher oder Schüppchenbetoner, angenehm zu Tragen. Alles im Lot! Haltbarkeit völlig ok zu dem Preis.

Beim dunkleren ist die Farbe auch nicht perfekt getroffen aber schon besser und der ist auch weniger ehm langweilig:




Auf dem Ausschnitt mag das nun nicht so extrem dunkel aussehen, im Gesicht ist er aber doch sehr auffällig. Mit meinen schwarzen Haaren bin ich damit kurz vor gruftig und muss aufpassen mir sonst gesunde Farben aufzumalen. 


Im Gegensatz zur Nummer 57 ist dieser Kandidat nicht ganz so pflegeleicht. Er betont trockene Stellen aufs Gemeinste und wer übermalt hat verloren. Ich sah beim ersten Versuch aus, als hätte ich mich im dunkeln geschminkt. Lippenpinsel, Lipliner, Concealer sind also unbedingt von Nöten. Das ganze dann noch gleichmäßig ohne Flecken hinzubekommen ist gar nicht so einfach. Das nächste Problem ist dann die Haltbarkeit. Dass ein 2Euro Lippenstift keinem Mittagessen standhält kann man sich denken und verschmerzen. Wenn er abfärbt bleiben aber leider dunkle Spuren in den Lippenfalten zurück. Kein Grund sich aus dem Fenster zu stürzen (wozu gibts Spiegel?!) aber eben auch nicht ideal. So sieht das aus:


Fazit:

Nummer 57 ist ein unkompliziert, guter Lippenstift, wenn man die Farbe mag. Nummer 18 ist eine Zicke aber wunderhübsch. Bei meinem ebenfalls recht dunklen Sleek Berry irgendwas... kann ich ein ähnliches Verhalten beobachten, was das Abfärben angeht. Habt ihr einen Tip für eine ähnliche matte Farbe in besserer Qualität? Für einen Ton, den man nicht unbedingt jeden Tag trägt, geb ich eigentlich ungern allzu viel Geld aus (Lippenstifte werden schließlich auch schlecht), wenn es in günstig nun aber nicht richtig funktioniert, bleibt mir natürlich nix anderes übrig. Oder findet ihr die Farbe gruftig und ratet ohnehin ab? An- oder entfixen bitte!

Sonntag, 21. Oktober 2012

P2 Vintage Glamour Red Rosewood oder doch nicht?

Hallo Mädelz,

Neuerdings bin ich Fan von roter Augenschminke. Scheint auch gerade angesagt zu sein, sonst würde es das ja nicht überall geben. 
P2 ist in meiner Welt bekannt für hässliche Plastikverpackungen und langweilige LEs. Na gut, das Standardsortiment ist eigentlich auch lahm. Die Vintage Glamour fand ich nun auch nicht aufsehenerregend, aber schon ein klein bisschen weniger hässlich (wenn auch immernoch ramschig) verpackt und der rote Lidschatten hat es mir angetan. Ausgezeichnet ist er als Orange Blossom, denke aber hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen und es handelt sich tatsächlich um Red Rosewood.


 
So viel ich an der Verpackung zu meckern habe, so wenig am Lidschatten selbst. Er könnte vielleicht einen tick knalliger sein, gefällt mir aber so wie er ist echt gut, lässt sich problemlos aufpinseln und glänzt schön. 

Klick mich groß!
  Der Swatch ist ohne alles, am Auge ist die Base von essence drunter, die nicht unbedingt für ihre farbintensivierende Wirkung bekannt ist (mir aber trotzdem gefällt). Meine Kamera hat leider noch einiges an Farbe geschluckt, die ich auch nicht rekonstruieren konnte.

Fazit: Für 2,45Euro ein super Lidschatten in einer schönen, herbstlichen Farbe. Me likey! Aber bitte P2, arbeitet an den Ramschverpackungen, damit man die Sachen überhaupt eines Blickes würdigen mag. Dafür würde ich sogar ein paar Cent mehr zahlen.

Findet ihr die P2 Verpackungen auch so grenzwertig? Und was sagt ihr zu dem Lidschatten? Hui oder pfui!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Schwänke aus dem M*seum #2



Hallo Mädelz, 

hoffentlich langweile ich euch nicht mit den Schwänken aus dem Mus*um, es hat sowas therapeutisches die aufzuschreiben, außerdem könnt ihr mir bitte sagen, ob ich zurecht angepisst bin oder überreagiere :) 

Heute zum Thema: Undankbarkeit!
Letzte Woche bemerke ich aus dem Augenwinkel, wie meine Kollegin an der Kasse ewig lange von einer Frau ausgefragt wird. Hinter ihr bildet sich eine enorme Schlange angepisster Besucher, ich nehme mich also dem Fall an. Die Frau schwenkt ein Bild von einer Blumenwiese…

Frau: „In die Ausstellung will ich, ihre Kollegin weiß nicht wo die ist“
Ich: „Also hier im Museum ist die nicht, wir haben ja gar keine Malerei. Von wem ist denn das Bild?“
Frau: „Das weiß ich doch nicht, ich will die Ausstellung sehen!“
Ich: „Hmm… gucken wir mal in die Museumszeitung… hmmm  ist es das? Das ist in dem xyz Museum, nicht hier“
Frau: „Ahja und wo ist das und wie lange geht die Ausstellung und was läuft hier gerade für eine Ausstellung und wie lange geht die noch? ihre Kollegin konnte mir ja keine Auskünfte geben“ 
*Kollegin wirft Todesblicke*
Ich: „Gucken sie doch einfach mal in das Programmheft in ihrer Hand, da steht alles drin! Wir haben ja nicht nur eine Ausstellung und alle enden zu unterschiedlichen Zeiten. Ich weiß ja nicht was sie interessiert...“
Frau (erbost): „Sie jetzt auch noch, mit diesem Programm kann ich überhaupt nichts anfangen.Überhaupt nichts!“
Ich (verwirrt): „… äh was ist denn falsch an dem Programmheft?“
Frau: „Na ich kann doch nicht mehr lesen und mit meinem Lesegerät zuhause kann ich das doch nicht scannen, wegen der Spalten. Das geht doch nicht, das können Sie sich doch denken! In allen anderen Museen ist das besser geregelt, da gehen die Programmhefte  ALLE“
Ich: „Na dann les ich ihnen mal eben vor was wir alles haben *les*les*les*“
Frau (zückt einen Jutebeutel VOLL Flyer): „Ahja, dann hab ich hier noch diese Flyer von den anderen Museen, die gehen auch ALLE nicht, lesen sie die auch mal, ich kann ja nicht lesen.“
Ich (gutmütig wie ein Lamm): *les*les*les*15Flyer*les* (unterbrochen von Rufen: „Interessiert mich nicht!“ „Das ist doch nur Schrott“) *les*les*les* Wissen sie nun alles was sie wollten?
Frau:Vielen Dank, dass sie eine halbe Stunde ihres Tages geopfert haben um mir Programmhefte aus jedem Museum der Stadt vorzulesen, obwohl ich so unfreundlich war“ „Also die Flyer müssen aber mal überarbeitet werden, damit ich die auch scannen kann“ (läuft weg)

Gern geschehen!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Buch der Woche: Isaac Marion: Mein fahler Freund

Hallo Mädelz,


also nervlich bin ich am Ende... Beizeiten muss ich euch unbedingt noch die Geschichte von meinem neuen Kleiderschrank erzählen – ein Drama in mehreren Akten… und das Ohr ist auch noch nicht viel besser geworden - es grüßt die taube Nuss!

Nun aber erstmal zu was erfreulicherem: Mein fahler Freund von Isaac Marion erschienen bei Klett Cotta in der Hobbit Presse.

 Wäre es mir nicht von einer befreundeten Buchhändlerin dringend ans Herz gelegt wordem, hätte ich es keines Blickes gewürdigt: Bei dem grenzwertigen Coverbild, zusammen mit dem schleimigen Stephanie Meyer Zitat hätte ich ein grenzdebiles Jugendbuch erwartet, in dem Twilight nochmal mit Zombies erzählt wird… Nicht besonders werbewirksam, wenn ihr mich fragt! 


Ohne Schutzumschlag sieht die Welt das Buch aber schon wieder anders aus, es ist schlicht schwarz mit blutrotem Einbandspiegel (hoffe der Ausdruck ist richtig, korrigiert mich bitte!), besonders schönem Druckbild, passenden Illustrationen und und und…. alles tollo! Nimmt man den Schutzumschlag ab, hat man ein hübsch, schlichtes Buch fürs Regal. 


Worum geht’s?

Die Welt ist den Bach runtergegangen: Naturkatastrophen und daraus entstandene Kriege haben die Menschheit dezimiert und schließlich die Zombie-Seuche mit sich gebracht. Es geht nun aber nicht vorrangig um die wenigen verbliebenen Menschen, sondern um die Zombies. Genauer gesagt um R., der seinen vollständigen Namen vergessen hat – genau wie alle anderen Zombies auch.
R. leidet darunter, dass er nicht weiß wer er ist, sich an nichts erinnern, nur schlurfen, nicht richtig laufen kann, das Lesen verlernt hat und seine Gedanken nicht zu artikulieren weiß... das Zombiedasein scheint also recht bedauerlich. Einen Lichtblick bringt das Fressen menschlicher Gehirne. Diese lassen die Toten kurz an den Gedanken der Lebenden teilhaben. 
Bei einem Überfall auf eine Gruppe Menschen passiert dann etwas merkwürdiges: R. frisst das Gehirn eines Jungen, teilt seine Erinnerungen und verliebt sich unsterblich in dessen Freundin Julie. Von dem Wunsch geleitet Julie zu beschützen, beginnt R. sich zu verändern…

Klick mich groß!

Wie ist das umgesetzt?

Besonders sprachlich ist das Buch ganz wunderbar. Auf der Buchrückseite wird Audrey Niffenegger zitiert, sie bezeichnet den Stil als elegant und da kann ich nur zustimmen. Es „lustig“ zu nennen geht zu weit denke ich, der Humor ist nicht so angelegt, dass man laut auflacht aber eine gewisse Situationskomik ist nicht zu leugnen. Das Endzeitszenario ist stimmig, die „Charaktere“ sind interessant und angenehm. Besonders Julie ist keine typisch hirnlose Opfer-Blondine. Während das Buch über weite Teile wahlweise interessant, nett oder ungewöhnlich ist, wird es am Ende auch richtig spannend, auf übertriebenen Schnulz wird glücklicherweise verzichtet.

Klick mich groß!

Wie gefällt mir das?   
                                                         
 Die komplexen Gedanken eines schlurfenden Zombies vermittelt zu bekommen und dann auch noch  in schönster Sprache fand ich ziemlich einzigartig und gut. Sowas ist mir noch nie untergekommen und das ist immer ein Plus!!
Endzeitszenarien gefallen mir generell und zu gruselig war es auch nicht. Einzig mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich, da möchte ich aber nicht zu viel verraten.

Wem gefällt das?

Zombiefans, Freunden ungewöhnlicher Geschichten und all denen, die an das Gute im Menschen (oder Zombie ;)) glauben.

Ein sehr ungewöhnliches Buch, das mich gut unterhalten hat. Habt ihr den fahlen Freund schon gelesen oder plant es? Spricht euch das Zombiethema an oder findet ihr das blödsinnig? Kennt ihr was vergleichbares? Und was sagt ihr zu dem Cover?

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Schwänke aus dem M*seum #1

Hallo liebe Mädelz,

ich bin ein bisschen quängelig und hab deswegen schon wieder den armen Blog vernachlässigt. Der Master-Prüfungs-Jobsuche-Wohnungschaos-Stress der letzten Wochen hat sich bei mir mit einem mini-Hörsturz gerächt. Ich kann euch sagen, das nervt!! Auf der linken Seite bin ich nun halbwegs taub.... komisches Gefühl, als hätte man Watte im Ohr und dauerhaft ist mir schwindelig. Ganz doof, quatschen macht überhaupt keinen Spaß, und mein Freund nölt, weil ich den Fernseher lauter dreh als meine Oma ;). Der Arzt sagt in einer Woche sollte es weg sein, wenn ich genügend durchblutungsförderndes Ginko zu mir nehme (25Euro die Packung *kreisch* was das in Schminke umgerechnet wäre...). 

Weil ich in Jammerstimmung bin, dachte ich erzähl euch mal ein paar Schwänke aus dem Alltag. Ich arbeite in einem großen Muse*m, eigentlich verteile ich die A*dioführungen, helfe aber auch gern allen Besuchern mit ihren Fragen und Wehwehchen (egal wie verplant und schlecht informiert sie sind). Wenn man mit so vielen Menschen zu tun hat, gibt es natürlich immer mal wieder  Arschlochtage: Wenn ich etwas wirklich nicht leiden kann, dann sind es Leute die nicht zuhören, sich für oberwichtig halten, grundlos unfreundlich sind oder sich für stundenlange Extrawurstberatung nicht mal kurz bedanken können. Meist erkennt man diese Spezies schon daran, dass sie nicht "Guten Tag" sagen, sondern direkt mit ihren Forderungen loslegen… 


Beispiele gefällig? 
 
Zwei Holländerinnen leihen sich Hörführ*ngen aus. Sie wollen die zwei Geräte in ihrer größeren Gruppe teilen - so weit so gut. 15 Minuten später stürmt wutentbrannt eine stark übergewichtige Dame im pinkfarbenen Jogginganzug (Ballonseide) auf mich zu und schwenkt einen Audi*guide in der Hand, das Gerät funktioniere nicht. Anhand ihres Akzents ordne ich sie der Gruppe zu. Ich habe natürlich nur den beiden Ladies, die sie ausgeliehen hatten, erklärt wie die Dinger funktionieren. Die Frau brüllt wie am Spieß, das funktioniere nicht, da komme nichts raus. 

Jogginganzüge und NewKids-Outfits sind IN
Kleiner Test: funktioniert einwandfrei. Nun gut, dann würde es wohl daran scheitern, dass mit der englischen Einstellung nicht alle Sonderausstellungen abgedeckt sind. Nein, sagt sie, ihre Freundin habe die deutsche Einstellung, da funktioniere es auch nicht, die Dinger seien kaputt und das wäre eine Frechheit und Betrug (wie verleihen die übrigens kostenlos!). 

Mein Versuch zu erklären, wie die Geräte funktionieren wird  boykottiert, es bleibt nur mir zeigen zu lassen, wo/was nicht geht... 

(Kurz zur Erklärung, in den Ausstellungsräumen sind Symbole an den Wänden, wenn man die nebenstehende Nummer eingibt, kann man die passende Erklärung zu den Exponaten hören.)

 Ich folge also der aufgebrachten Dame in eine Sonderausstellung, in der allerdings überhaupt keine Nummern an den Wänden sind… hm? Die Besucherin streckt den Arm mit dem Gerät in die Luft (wie He-Mans Schwester She-Ra nur 90 Kilo schwerer) und wartet scheinbar darauf, dass von alleine Töne in ihr Ohr fliegen *facepalm*. Dass sie Nummern eingeben müsse und es in dieser speziellen Ausstellung eben keine gäbe, „hätte ich ihr ja auch gleich sagen können.“ Dass sie mich vorher bei meinen Erklärungsversuchen ständig unterbrochen hatte, ist ihr wohl entfallen. Als das Genöle über die rückständigen Geräte nicht aufhörte konnte ich dann nur noch sagen, wir wären hier schließlich im Museum und nicht in einem Space Shuttle, da müsse man Nummern eben noch von Hand eingeben. 

Leute, die nicht zuhören und sich dann beschweren sind echt meine Lieblinge!