Mittwoch, 13. Februar 2013

Die Leiden der jungen Promi-Praktikantin



Hallo Mädelz,

ich weiß, ich bin ein faules Stück was den Blog angeht. Nun will ich aber doch mal ein Update zum neuen Job geben. Die ersten eineinhalb Wochen sind überstanden und es kommt mir schon viel länger vor. Könnte daran liegen, dass ich ausnahmsweise nicht mit langweiligen Praktikantenaufgaben betraut werde, sondern gleich voll eingestiegen bin. Juhu!

 Ich schreibe jeden Tag ne Menge hochwichtiger Promi-News und hab gemerkt, dass ich auf dem Gebiet nur halb so gut informiert bin, wie ich dachte. Was ich in einer Woche alles über Justin Bieber, One Direction (vorher übrigens nie von denen gehört), die Kardashians und Jenny-Elvers Elbertzhagen gelernt hab, geht auf keine Kuhhaut :D Ich hoffe inständig, dass mir durch die vielen neuen Informationen kein wirklich wichtiges Wissen verloren geht. Am Ende kann ich mein Telefon nicht mehr bedienen, weiß aber alles über Rocco Starks Einrichtung fürs neue Babyzimmer.

Das Schreiben macht auf jeden Fall viel Spaß, ist aber auch schwer stressig, weil natürlich jeden Tag eine Deadline eingehalten werden muss, und es darüber hinaus noch eine Menge anderen Kleinkram zu tun gibt. Das rächt sich jetzt schon mir extrem Nacken-Aua und  ich will gar nicht wissen, wie ich beim Schreiben aussehe... Total verkrampft mit hochrotem Kopf wahrscheinlich. 

Verlinken tu ich meine Artikel hier aber doch nicht, weil ich dann nämlich ein schlechtes Gefühl dabei hätte, euch zu erzählen wie sehr mir meine vorgesetzte Redakteurin jetzt schon auf den nicht vorhandenen Sack geht. (Falls es nun jemanden doch brennend interessiert, schick ich euch natürlich nen link ;)) Kennt ihr so Leute, die in jedem Satz das Wort "tatsächlich" unterbringen müssen? Schon englisch-sprechende "actually"-Sager find ich störend aber auf Deutsch ist es nahezu unerträglich. Heute habe ich mich schon dabei erwischt laut zu stöhnen, wenn das Wort wieder fällt und beim Redigieren ihrer Texte streich ich es mittlerweile aus. 

Abgesehen von der tatsächlich-Sagerei ist sie mir TATSÄCHLICH vor allem unsympathisch, weil sie unbedingt überall das Sagen haben will und auch offen zugibt, dass sie TATSÄCHLICH stetig daran arbeitet etwas "mehr Macht an sich zu reißen". Auf so Ellenbogen-Menschen kann ich TATSÄCHLICH gar nicht, auch wenn mir klar ist, dass ich so wahrscheinlich nie Karriere machen werde. Da da leider auch ein wenig an mir ausgelassen wird, werde ich mir früher oder später vielleicht überlegen müssen, ob ich mal vorsichtig nach einem anderen Schreibtisch (weeeeit weg) frag.

Die Dame ist also TATSÄCHLICH ein Thema für sich, alle anderen Kollegen mag ich auf den erste-Woche Blick aber ganz gerne. Wie sich rausgestellt hat, sind es überwiegend planlose Geisteswissenschaftler, die sich aus den Fingern saugen, was Lindsay Lohans neuestes Foto auf Instagram wohl bedeuten mag. Ich bin also unter meinesgleichen.

Außerdem find ich die ungewohnten Arbeitszeiten ganz schön hart und wünsche mir die Uni zurück. Ich hab schon von vornherein eine 42,5 Stunden Woche und bisher musste ich eigentlich jeden Tag noch ne Stunde dran hängen. Wenn man dazu noch die Fahrzeit rechnet, eine Wohnung renoviert und auch mal seine Lieben sehen will, bleibt eigentlich fast keine Zeit mehr zum Schlafen. Wie macht ihr anderen Erwachsenen das nur alle? Mein Hautbild leidet übrigens schon jetzt. Nun weiß ich endlich, wozu der Rest der Menschheit Concealer benötigt :P

Liebste Grüße eure Möchtegern Karla Kolumna

Kommentare:

  1. Ooooooch, Liebes... sei mal geknutscht, ganz fest. Ich hatte ja auch direkt ne 45+ Stundenwoche und es wurde plötzlich so viel Kluges von mir verlangt, ich hab drei Wochen lang geheult, weil ich mich völlig überfordert gefühlt habe. Putzfrau für die Wohnung ist übrigens eine super Maßnahme um sich etwas zeitliche Luft zu verschaffen... ansonsten... am meisten wird dich deine eigene Entwicklung überraschen, auch in Bezug auf die Redakteurin ;) Nach den ersten Katastrophen lernt man nämlich eins: Gelassenheit. Alles Gute :-*

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    1. Danke Süße, langsam wird es auch schon besser und ich versuche mich in Gelassenheit zu üben. Eigentlich bin ich auch lieber kurzzeitig über- als dauerhaft unterfordert. Langeweile stinkt.
      Was das Zeitmanagement angeht, bist du für mich übrigens Wonderwoman, was du neben der Arbeit alles so erlebst und schaffst, würd ich auch gern mal hinkriegen ;)

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  2. och das hört sich doch aber eigentlich total gut an, dass du schon richtig einsteigen durftest :) für welche zeitschrift schreibst du denn? oder online?

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    1. Find ich auch gut, besser als zwei Wochen lang Briefumschläge zukleben oder ähnliches (alles schon erlebt). Ich schreib für eine obertrashige Promiklatsch-Webseite, die zu Axel Springer gehört ;)

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  3. Ich finde auch, das hört sich spannend an. ;) Jetzt mal von der doofen Redakteurin und den langen Arbeitszeiten abgesehen.

    Vielleicht könntest Du ja mal einen Link über Twitter... ?? *zwinkerzwinker* Man ist doch neugierig. Musst Du aber natürlich nicht.

    LG

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  4. ich musste eben TATSÄCHLICH one direction googlen ;) ... außerdem dachte ich justin bieber ist schon wieder out?! omg, ich werde anscheinend alt oder lese die falschen frauenzeitschriften ;) ... sonst klingt der job echt schön, wie andere erwachsene das schaffen habe ich mich am anfang auch gefragt, aber man wächst da irgendwie rein :)

    Liebe Grüße

    Jo von teezeit.blogspot.co.at/

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    1. Beruhigt mich, dass ich da nicht die einzige bin :) Der Bieber ist scheinbar noch nicht out, die Seite für die ich schreib richtet sich allerdings auch an eine etwas jüngere Leserschaft. Würde mal sagen, an all die, die gerade eben aus der Bravo-Phase raus sind. (Gibts die eigentlich noch?). Ich hoffe auch inständig da nun schnell reinzuwachsen, im Moment fall ich jeden Abend spätestens um 23Uhr ins Koma :/

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  5. Dein Blog klingt spannend auch wenn dein derzeitiger Job anstrengend klingt ich behalte dich im Auge und Folge dir ;)

    Lieben Gruß
    Mommy
    mechanic-mommy.blogspot.de

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  6. Herzlich Willkommen im stressigen Alltag der Erwachsenen . . .

    Du wirst noch sooo viel tolles lernen . . . und vorallem ertragen müssen. Denn egal welchen Job man ausübt, einer nervt immer und man kann glücklich sein, wenn sie nicht im Rudel auftretten ;)

    Du wirst an Deiner Arbeit wachsen und man lernt immer was . . . auch wenn´s nicht auf den ersten Blick sichtbar ist

    Alles Gute

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  14. Hey, wie geht's denn so? Lass mal wieder was von dir hören ... ;-)

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